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© 2004 sei

 

 

 

 

 

 

 

 

Hummel

Die vier Grundsätze, ein Gesetz und die zwei Erscheinungen im open space

1. Grundsatz
"Die da sind, sind genau die Richtigen"

Das bedeutet: ich arbeite, verhandle, überlege mit den Menschen, die anwesend sind. Ich denke nicht über diejenigen nach, die nicht kommen konnten. Das lenkt ab. Ich wende mich den Menschen zu, die mit mir zusammen sind und lasse mich auf sie ein.

2. Grundsatz
"Was auch immer geschieht, es ist das Einzige, das geschehen konnte"

Das bedeutet: ich konzentriere mich auf das, was jetzt im Augenblick geschieht und für mich Bedeutung hat. Alles, was hätte geschehen sollen, können oder müssen ist völlig irrelevant. Ich entdecke die Möglichkeiten, die sich mir jetzt bieten und nehme diese wahr.

3. Grundsatz
"Es fängt an, wenn die Zeit reif ist"

In einem alten Berliner Sprichwort heißt es: "Hätte der Hund nicht geschissen - hätt' er den Hasen gekriegt!" So ähnlich ist es auch im open space. Der tolle Einfall oder die bahnbrechende Idee kommen nicht auf Bestellung. Die Innovationen ist nicht planbar. Ich muss mich mit den anderen in den Rhythmus der Gruppe begeben und den richtigen Zeitpunkt gelassen erharren.

4. Grundsatz
"Vorbei ist vorbei / Nicht vorbei ist nicht vorbei"

Das bedeutet: ich gehe mit meiner Zeit bewusst und verantwortungsvoll um. Wenn eine Aufgabe erledigt ist, dann wende ich mich anderen Dinge zu. Ich muss nicht bis zum Ende der Gruppensitzung ausharren, wenn das Anliegen schon befriedigend bearbeitet ist. Wenn jedoch die vereinbarte Zeit schon abgelaufen ist und es gerade anfängt spannend zu werden, dann verabrede ich mich neu mit den Leuten oder wir setzen die Arbeit woanders fort.

"Das Gesetz der zwei Füße"
Jeder begibt sich an den Ort, an dem er entweder etwas lernen oder beitragen kann. Ich ziehe nur Energie von einer Gruppe ab, in der ich mich langweile. Ich ehre eine Gruppe mit meiner Abwesenheit! Wenn ich nichts lernen oder beitragen kann so suche ich einen anderen Ort auf, der für mich produktiver ist.

Weil dieses Gesetz befolgt wird, gibt es im open space zwei Erscheinungen:

Hummeln
Hummeln sind das Sinnbild für Geschäftigkeit und Fleiß. Sie schwirren von Gruppe zu Gruppe und befruchten die Arbeit durch ihre Beiträge. Sie tragen den kostbaren "Blütenstaub" mit sich und bereichern dadurch den Austausch.

Schmetterlinge
Schmetterlinge hingegen sind systemisch betrachte Orte der Inaktivität. Sie sind unentschlossen und absichtslos. Und gerade weil nichts geplant ist, kann ganz viel geschehen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Schmetterling